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..."Ich will den Illusionismus der Malerei brechen. Ich sehe Malerei in ihrer Sinnlichkeit und in ihrer Wertigkeit. Jedes Bild ist Medium. Es verweist nur auf sich selbst - nicht auf eine Realität." (EP)

Selbstreferentialität der Kunstobjekte. Trotzdem die Frage, welche Möglichkeiten der "Wirklichkeitskonstituierung" bleiben und wo anzusetzen wäre, wenn nicht beim Versuch, den zerstreuten Blick umzulenken, auf ungewohnte Weise zu irritieren (schematische Irritationen ist man allerdings gewöhnt) - was zunächst heißt, ihn lang genug zu halten (abseits des vertraut Voyeuristischen), zugleich auch in sich zurück verweisen, mit Bildern, die keine Bilder sind ...
Erich Praschak, in diesem Sinne, lenkt um, indem er abtrennt, traditionelle Prioritäten verschiebt. Den Blick auf die Oberfläche der Bilder konzentriert - man könnte auch sagen "das Material Malerei", Das er etwa in der Struktur von Pinselstrichen ortet - durch die ein Bild als "Gemälde" definiert wird. Und die darüber hinaus - je nach Farbauftrag - das zweidimensional begriffene Tafelbild als dreidimensionales Ding/Objekt kennzeichnen, Das auf seiner Oberfläche Licht unregelmäßig reflektiert (anders als die Monitore, aus denen das Licht kommt). Auf eine Weise, die unsere Augen haptisch herausfordert: man will berühren, den Finger ausstrecken und über die kleinen, an den Rändern manchmal brüchigen Erhebungen, die festgewordene Farbe streichen, die "Haut der Bilder" berühren ...


birgit schwaner
(aus: Die blinde Wirklichkeit auf Bild und Ding)